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Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun

Friedemann Schulz von Thun wurde 1944 in Soltau geboren. Der Kommunikationswissenschaftler wurde unter anderem durch sein folgendes Kommunikationsquadrat (auch Vier-Ohren-Modell bzw. Vier-Seiten-Modell) von 1981 bekannt.


Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun


Wer etwas von sich gibt, der wird auf vierfache Weise aktiv. Die vier Seiten des Kommunikationsquadrats zeigen die vier Bestandteile der Botschaft. Die Qualität der Kommunikation hängt vom Zusammenspiel der folgend erläuterten vier Seiten ab.


1. Sachinhalt

Der Sachinhalt ist das, was durch gesprochene Wörter des Senders vom Empfänger aufgenommen wird. Beim Sachinhalt stehen Daten, Fakten und Sachverhalte im Zentrum der Aufmerksamkeit. Man betrachtet die Sachinformation unter dem Wahrheitskriterium (Sind die Informationsbestandteile zutreffend oder nicht zutreffend?), unter dem Relevanzkriterium (Sind die Informationsbestandteile von Belang oder nicht von Belang?) und dem Hinlänglichkeitskriterium (Sind die Informationsbestandteile ausreichend oder nicht ausreichend?).

Die Aufgabe des Senders ist es den Sachverhalt klar und verständlich seinem Gegenüber zu vermitteln. Der Empfänger hört auf die Daten, Fakten und Sachverhalte und kann anhand der drei Kriterien auf verschiedene Weise in das Gespräch einhacken.


2. Selbstoffenbarung

Wer etwas von sich gibt, der gibt auch etwas von sich wieder. Ob man es möchte oder nicht, die Selbstoffenbarung ist in jeder Äußerung enthalten. Ob der emotionale Zustand, die Meinung zu einem Thema oder anderes - vieles wird explizit oder implizit preisgegeben.


3. Beziehung

Der Sender gibt dem Empfänger während der Kommunikation automatisch Signale über die Beziehung zu ihm. Durch Gestik und Mimik, durch Formulierungen und Tonfall macht der Sender seine Antipathie bzw. Sympathie gegenüber dem Empfänger erkennbar.


4. Appell

Der Sender will in der Regel mit seiner Äußerung gegenüber dem Empfänger etwas bewirken. Er will zum Beispiel, dass Wünsche erfüllt werden, Ratschläge befolgt werden oder seine Meinung mitgetragen wird. Der Sender übermittelt dem Empfänger im Gespräch also auch einen Appell.

Empfehlenswerte Literatur von Friedemann Schulz von Thun:

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