Personalstatistik

Die Personalstatistik wertet die Daten des vorhandenen Personals nach verschiedenen Gesichtspunkten aus und ermöglicht somit Betriebs- und Periodenvergleiche. Die Personalstatistik ist ein wichtiges Instrument für verschiedene Bereiche des Personalwesens, wie zum Beispiel die Personalbedarfsplanung.

Folgend werden beispielhaft verschiedene Möglichkeiten der Auswertung im Rahmen der Personalstatistik aufgeführt.

Statistik des Personalbestands und der Personalstruktur Statistik der Personalereignisse Statistik der Personal- und Sozialkosten
Ermittlung des Personalbestands und Aufteilung der Belegschaft nach
  • der Art der Arbeitsverhältnisse: Angestellte, Arbeiter, Auszubildende
  • der Stellung im Unternehmen: untere, mittlere, obere Führungsebene
  • der Tätigkeit: kaufmännische, technische Mitarbeiter
  • der Qualifikation: ungelernte, angelernte, gelernte Arbeitskräfte
  • der Arbeitszeit: Vollzeit-, Teilzeitkräfte
  • dem Geschlecht: männliche, weibliche Arbeitnehmer
  • der Staatsangehörigkeit: deutsche, ausländische Arbeitnehmer
  • dem Wohnsitz: ortsansässige, auswärtige Arbeitnehmer
  • sonstige Gesichtspunkte: Alter, Betriebszugehörigkeit, Familienstand, Entlohnungsformen, Berufskategorien
Ermittlung der Zahl bzw. der Quote der
  • Einstellungen
  • Entlassungen
  • Arbeitnehmerkündigungen
  • Versetzungen
  • Betriebsunfälle
  • Jubiläen
  • beanspruchten Urlaubstage
  • Todesfälle
  • Wehr- und Zivildienstleistenden
  • Auszubildenden
  • Praktikanten
  • Vorruhestandsabgänge
  • beanspruchten Mutterschaftsurlaubstage
  • beanspruchten Erziehungsurlaubstage
  • beschäftigen Schwerbehinderten
  • Ruhestandsabgängen
  • betrieblichen Abmahnungen
  • Diebstählen im Unternehmen
  • Untersuchungen durch den Werksarzt
  • Weiterbildungsstunden
  • freigestellten Betriebsräten
  • im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses prämierten Mitarbeiter
Ermittlung
  • der Gehalts- und Lohnsumme (z. B. pro Monat, pro Jahr)
  • der durchschnittlichen Gehalts- und Lohnhöhe
  • des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung
  • der bezahlten Leistungszulagen
  • der Sozialleistungen je Beschäftigtem
  • der Ausbildungskosten je Auszubildendem
  • der übertariflichen Entlohnung (Effektivlöhne) auf Basis der Tariflöhne
  • des gesetzlichen Sozialaufwands in Prozent der Gehalts- und Lohnsumme
  • des freiwilligen Sozialaufwands in Prozent der Gehalts- und Lohnsumme
  • der Personalkostenbelastung des Umsatzes
  • der Gewinnbeteiligung in Prozent der Gehälter und Löhne
Arbeitszeitstatistik (Anwesenheits- und Fehlzeitstatistik) Bewegungs-/
Veränderungsstatisik
Leistungsstatistik
  • effektive Arbeitszeit
  • Mehrarbeitszeiten
  • Krankheitstage
  • Urlaubstage
  • Ausfallzeiten (z. B. wegen Betriebsstörungen)
  • Personalbestandveränderung
  • Versetzungen
  • Personalfluktuation
  • Verhältnis der Abgänge zu den Zugängen
  • Umsatz pro Beschäftigtem (Arbeitsproduktivität)
  • Beschäftigte pro Umsatzmillion (Arbeitsproduktivität)

Empfehlenswerte Literatur zum Personalwesen:

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